Direkt zum Inhalt dieser Seite

Home | Newsletter | Kontakt | Impressum

 

26.June.2012

''Ich lade alle Muslime zum 100-jährigen Jubiläum ein''

 

Dieses Jahr wird in Österreich das 100-jährige Jubiläum des Österreichischen Islamgesetzes gefeiert.

 

In diesem Rahmen sprach ZAMAN Österreich mit dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), Dr. Fuat Sanac, über die Veranstaltungen im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums sowie die neue Islamgesetzesnovelle.

Heuer wird in Österreich „100-Jahre Islam gefeiert“. Wie hat sich das muslimische Leben in Österreich in diesen 100 Jahren entwickelt?

Der heutige Tag ist nicht nur ein besonderer, sondern ein historischer Tag für die Muslime in der Republik Österreich, weil wir mit dieser 100-jährigen Jubiläumsfeier bestätigen, dass die Muslime ein Teil dieses Landes sind. Die Muslime wissen jetzt, dass sie hier zu Hause sind und dass Österreich ihre Heimat ist.

Österreich hat eine lange Tradition des Zusammenlebens mit anderen Kulturen und nimmt eine Sonderstellung unter den europäischen Staaten ein. Österreich war viele Jahre ein Vielvölkerstaat und hat eine lange Beziehung zu Muslimen. Es ist gleichzeitig das erste Land, das den Islam am 15. Juli 1912 als Staatsreligion anerkannte. Das Gesetz trat am 10. August 1912 in Kraft.

Wie war die Situation vor 1912? Und welche Entwicklungen hat es seither gegeben?

Von 1878 bis 1918 haben Österreich und Bosnien-Herzegowina die Erfahrung des Zusammenlebens in einem gemeinsamen Staat – der Österreichisch-Ungarischen Monarchie – gemacht. Die Spuren dieser Zeit sind vor allem in Bosnien-Herzegowina im Bereich der Kultur und Architektur immer noch deutlich sichtbar.

Trotz der Tatsache, dass die Österreich-Ungarische Monarchie als Besatzungsmacht nach Bosnien-Herzegowina kam, kann man sagen, dass ihre Maßnahmen dort ein historisches Beispiel gelungener Integration von Minderheiten darstellt, das in vielerlei Hinsicht als Beispiel für die heutigen Staaten Westeuropas dienen kann.

Der Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen, basierend auf gegenseitigem Kennenlernen, Anerkennung und Wertschätzung war einer der Gründe für die Loyalität der Bosniaken, die sich am deutlichsten in ihrem heldenhaften Kampf um die Donaumonarchie während des Ersten Weltkrieges, der ersten großen Katastrophe des 20. Jahrhunderts, äußerte.

Für das aufgrund der muslimischen Bosniaken verabschiedete Islamgesetz sind die österreichischen Muslime sehr dankbar. Ich bin deshalb auch der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) besonders dankbar, dass sie ihren Mitgliedern gegenüber immer wieder deutlich macht, dass ein friedliches Zusammenleben auch die Akzeptanz der Geistes- und kulturgeschichtlichen Fundamente dieses Landes voraussetzt. Im Jahre 1963 gründeten Muslime den Muslimischen Sozialdienst mit einem Gebetsraum. Mit diesem Verein setzten sich die Muslime für die volle Anerkennung des Islam in Österreich ein. Im Jahr 1979 genehmigte das Bundesministerium für Unterricht und Kunst die Errichtung einer islamischen Religionsgemeinde und deren Statute. So entstand später die IGGiÖ mit vier Religionsgemeinden (Wien, Graz, Linz und Bregenz). Im Jahr 2008 wurde, nach einer Verfassungsänderung der IGGiÖ beschlossen, in jedem Bundesland eine eigene Religionsgemeinde zu gründen – derzeit gibt es acht Religionsgemeinden.

Der Islam ist heute die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft in Österreich. Aber viele wissen sehr wenig von ihm – und dasselbe gilt wohl auch umgekehrt. Was kann man in dieser Hinsicht unternehmen?

Die Verantwortung dafür liegt auf beiden Seiten. Eine Mehrheit hat die Pflicht, sich um die Gedankenwelt der Minderheit zu kümmern. Aber auch der Totalrückzug einer Minderheit ist kein konstruktiver Beitrag zum Miteinander.

Ein nächster Schritt wäre das Infragestellen der etablierten Feindbilder. Keine Kultur- und Glaubenswelt – nicht das Christentum und sicher auch nicht der Islam – ist ein monolithischer Block. Keine entspricht jenen Zerrbildern und Schablonen, die wir, auf allen Seiten, in uns tragen. Dann bleiben noch drei Wege der Annäherung, die mit Garantie zum Ziel führen:

  1. Der erste wäre der Vorsatz, uns gelegentlich auch in die Lage, die Ängste und Hilflosigkeit des Anderen, des „Fremden“ hineinzuversetzen.
  2. Der zweite Weg führt über die die kleine, respektvolle Alltagsgeste: Ein Blick, ein Wort, ein Gruß, ein Angebot zur Hilfsbereitschaft. Auf der Straße, im Kaufhaus, bei Behörden usw.
  3. Der dritte Weg ist: Das Anderssein als Wert zu akzeptieren.

Das ist ein Bekenntnis. Es bedeutet letztlich, dass niemand mehr ein unterschiedliches Maß für Menschen verschiedener Herkunft festsetzen darf.

Migration und Integration zählen zu den aktuellen Herausforderungen für die österreichische Gesellschaft. Integration umfasst dabei höchst unterschiedliche Faktoren wie etwa Aufenthaltssicherheit, Arbeitsmarktzugang oder Bildung.

Zunehmend besteht aber auch ein steigendes wissenschaftliches und öffentliches Interesse daran, Aspekte wie die subjektive Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft in den Blick zu nehmen.

IGGIÖ bietet auch im Rahmen der Bildung einiges an. Was sind die Bildungsinhalte?

Der Islam als religiöse Darbietung und Äußerung entspricht immer der geistigen Reife der Muslime. Diese geistige Reife wird durch Bildung geformt. Seit dem Schuljahr 1982/83 wird in Österreich Islamunterricht angeboten. Dies ist innerhalb Europas eine Besonderheit, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem gesetzlichen Anerkennungsstatus des Islam seit 1912 steht. Hier gilt Österreich als modellhaft, da sich positive Effekte für die Integration ergeben.

Ziele des Islamunterrichts an öffentlichen Schulen, die von der IGGiÖ angestrebt werden, sind unter anderem:

  • Einheitliche und gesicherte Inhalte aus dem Koran und der Sunnah des Propheten
  • Der Unterricht wird in deutscher Sprache gehalten
  • Betonung des islamischen Weges der Mitte
  • Förderung der eigenen Identität
  • Bewusstmachung der Kompatibilität einer islamischen Lebensweise mit dem Gefühl der Zugehörigkeit zu Österreich und Europa
  • Umgang mit Vielfalt
  • Integration durch Partizipation

Menschen nehmen den Islam durch die Muslime wahr. Die Muslime sind zwar nicht der Islam, aber sie sind das Gesicht des Islam. Diese geistige Formung der Menschen ist eine breit angelegte Aufgabe. Das Bildungssystem allein kann diese Aufgabe nicht bewältigen, aber das Bildungssystem hat eine entscheidende Möglichkeit, den Menschen die nötige Reife zu vermitteln, damit sie ihre Religion mit einer gewissen Mündigkeit ausüben können.

Welche Bedeutung haben diese Ausbildungsstätten?

Die Ausbildung von qualitativ gut geschultem Personal im Schulwesen, in der Seelsorge und der geistlichen Ausbildung muss oberste Priorität haben, damit wir den Faden zur Gesellschaft nicht verlieren. Um das zu verwirklichen, brauchen wir als österreichische Muslime Ausbildungsstätten:

Da für alle gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften bei vergleichbarer Sachlage ein Anspruch auf Gleichbehandlung besteht, dürfte auch der IGGiÖ ein Anspruch auf staatliche Finanzierung der wissenschaftlichen-theologischen Bildung zukommen.

Ein qualitativ hochwertiger Diskurs dieser Art braucht aber auch Fachwissen, Ansehen unter den Muslimen und religiöse Autorität. Diese Eigenschaften verkörpern in der islamischen Gemeinde die Seelsorgerinnen, Religionsdiener und Imame, die dazu noch einen engen Kontakt zu den einzelnen Mitgliedern ihrer Gemeinden haben und als Vorbilder für viele Jugendliche fungieren. Die Lösung: Errichtung einer „islamisch-theologischen Fakultät“ im Rahmen der Leistungsvereinbarungen mit einer oder mehrerer Universitäten. Gleichzeitig Errichtung der Imame-Seminare im Rahmen der IGGiÖ. Dabei kann die Grundlage für den Erhalt der Seminare frei gestaltet werden. Die Möglichkeiten reichen dabei von der Verankerung in der Verfassung über die Beauftragung bestehender Rechtspersönlichkeiten bis hin zur Schaffung neuer Träger der IGGiÖ.

Was sind die Ziele dieser Ausbildung?

Die Ausbildung von fachkundigem Personal, welches sowohl die deutsche Sprache als auch die kulturellen Gegebenheiten ihre Umgebung kennt und sie in ihre Arbeit einbinden kann.

Zum 100-jährigen Jubiläum möchte die IGGIÖ eine neue Islamgesetzesnovelle etablieren. Was wird sie beinhalten? Wie möchten Sie vorgehen?

Als IGGiÖ haben wir das 100-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, um eine neue Islamgesetzesnovelle anzuregen. Aus unserer Sicht sollte im neuen Islamgesetz sowohl Bewährtes erhalten und fortgeschrieben werden als auch die seit dem Jahr 1912 festzustellende Entwicklung des Religionsrechts Niederschlag finden. Bei der Erarbeitung der nunmehr vorliegenden Punktation für ein neues Islamgesetz haben wir uns auch von der geschilderten religionsrechtlichen Entwicklung leiten lassen. Es ist unser Anliegen, dass mit dem neuen Islamgesetz ein Regelwerk geschaffen wird, welches geeignet ist, sowohl alle in Österreich vorhandenen islamischen Schulen und Richtungen unter dem gemeinsamen Dach der IGGiÖ zu vereinen – dies bei allem Respekt vor der Eigenständigkeit der einzelnen Gruppierungen – als auch die IGGiÖ in die Lage zu versetzen, die religiösen Interessen der Musliminnen und Muslime in Österreich wirkungsvoll zu vertreten.

Warum ist eine Reformierung des Islamgesetzes notwendig?

Die Reformierung des Islamgesetzes ist notwendig, denn:

  1. Das Islamgesetz von 1912 ist 100 Jahre alt und beruht auf den Fragestellungen des Jahres 1912
  2. Das Islamgesetz von 1912 ist im Lichte der zwischenzeitigen Entwicklung des Religionsrechts notwendigerweise rudimentär

Die neue Islamgesetzesnovelle wird, so hoffen wir, nächstes Jahr novelliert. An dieser Stelle danke ich nicht nur unserem Bundespräsidenten, sondern auch unserem Bundeskanzler, Vizekanzler, den verehrten Ministern und der Leitung des Kultusamtes.

Wie ist der Stand des Islam und der Muslime im heutigen europäischen Kontext?

Dass sich der Weg zu einer effektiven interkulturellen bzw. interreligiösen Verständigung nur mit viel Mühe gestalten lässt, wird uns fast täglich vor Augen geführt. Unterschiedliches kulturelles, religiöses und geschichtliches Verständnis verhindert essenziell das gegenseitige Verstehen und die objektive Wahrnehmung. Trotz aller Schwierigkeiten bei den interkulturellen Begegnungen bleibt dies aber die einzige vernünftige Alternative, um dem – angesichts der letzten dramatischen wie positiven Entwicklungen im Nahen Osten fast utopisch gewordenen – Weltfrieden einen Schritt näher zu kommen. Die mit zunehmender Spannung beladene Wahrnehmung der Muslime in der europäischen Öffentlichkeit; mangelhafte und fragmentale Kenntnisse einiger Muslime über Kultur, Religion und Sozialstruktur in Europa; die unheilvolle Vermischung von Religion und Tradition unter einigen muslimischen Volksgruppen; und nicht zuletzt die aktuelle, reformbedürftige weltpolitische Lage – all das ist meiner Meinung nach verantwortlich für die insbesondere in den letzten Jahrzehnten immer tiefer werdende Kluft zwischen der islamischen Kultur auf der einen und der westlichen Kultur auf der anderen Seite. Die meisten Menschen sehen die Religion des anderen ausschließlich aus ihrer eigenen Warte und projizieren nicht selten ihre eigenen historischen Erfahrungen auf die Anhänger der anderen Religion. Unbewusste selektive Wahrnehmung des anderen sowie Pauschalisierung der Urteile und Kollektivierung von Schuldzuweisungen bilden Störfaktoren mit erheblichen Konsequenzen für eine Interkulturalisierung der Gesellschaft. Auch die Angst vor einer totalen Assimilation durch die angestrebte Integration, die bei einigen traditionell lebenden muslimischen Volksgruppen herrscht, ist teilweise durch den unscharf definierten Begriff „Integration“ sowie durch schwammige Integrationskonzepte entstanden.

Was kann man dagegen unternehmen? Welche Konzepte spielen eine Rolle?

Schulen, Medien und Politik sind die eigentlichen Akteure. Aber sie können ihre Aufgabe erst richtig erledigen, wenn sie von der Wissenschaft brauchbare Konzepte erhalten haben.

Allein realitätsbezogene Konzepte, die auf der Basis objektiver wissenschaftlicher Erforschung der islamischen Kultur von ausgewiesenen muslimischen und nicht-muslimischen Fachwissenschaftler erarbeitet werden, können uns aus den derzeitigen interkulturellen Konflikten herausholen oder zumindest einen effektiven Beitrag leisten.

Bei der Bewältigung dieses Unterfangens ist die Unterstützung aller relevanten Institutionen, Universitäten, Hochschulen bzw. Schulen, Kirchen, Ministerien und Medien unverzichtbar. Nur gemeinsam können wir letztlich die kulturelle Wahrnehmung des anderen beidseitig sensibilisieren und einem friedlichen, menschlichen Zusammenleben in der Gesellschaft einen Schritt näherkommen.

Welche methodischen Perspektiven kann es dafür geben?

  1. In einer Ich/Du-Dialektik kann der jeweilige Gesprächspartner zwei neue Erkenntnisse über den anderen erwerben, die von wesentlicher Bedeutung sind:
    • Zum einen, wie der andere sich selbst versteht, das eigene Selbstverständnis bzw. wie der andere sich selbst definiert und
    • zum anderen wie er mich sieht bzw. definiert. Dies könnte dadurch erreicht werden, dass man dem anderen mindestens so lange zuhört, wie man selbst spricht.
  2. Externe Kritik soll mindestens genauso ernst genommen und als eine bereichernde Herausforderung verstanden werden. Denn Selbstkritik ist zwar zweifellos eine wertvolle interne Leistung, sie allein reicht aber nicht zu einer Rekonstruktion der eigenen Wertevorstellungen. Dafür muss man sich selbst in den Spiegel sehen.

Je mehr ernsthafte interkulturelle Dialoginitiativen und Aktivitäten auf unterschiedlichen Ebenen entstehen, desto vielfältiger werden die Ergebnisse sein.

Und je mehr diese Initiativen ihre Aktivitäten miteinander koordinieren, desto wirkungsvoller werden ihre Leistungen sein.

Was sind die Visionen der IGGIÖ für die nächsten 100 Jahre? Auf was legen Sie besonders Wert?

Unsere Vision in den nächsten 100 Jahren soll eine gut ausgebildete muslimische Gesellschaft sein. Daher lege ich großen Wert auf Erziehung, Bildung und Ausbildung.

Ich bin für die Zukunft optimistisch. Die Entwicklungen der vergangenen Monate in der IGGiÖ ermutigen mich, optimistisch zu sein:

  • Die neue Strukturierung der Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Justizanstalten mit der finanziellen Unterstützung des Justizministeriums
  • Die neuen Gebetsräume und zusätzlichen SeelsorgerInnen in den Krankenhäusern
  • Die Seelsorger für muslimische Rekruten in den Militärkasernen mit der finanziellen Unterstützung des Verteidigungsministeriums
  • Die Ausbildung der Frauenbeauftragten und Dialogbeauftragten mit der finanziellen Unterstützung des Außenministeriums
  • Die neue Strukturierung des Jugendrates der IGGiÖ
  • Die österreichweit organisierte Frauenabteilung
  • Die neue Bildung der Rechtsabteilung der IGGiÖ
  • Organisationsteam
  • Expertenteam
  • Medienteam
  • Beratungsrat für religiöse Angelegenheiten
  • Plattform der Kirchen und Religionsgesellschaften
  • Das Dialogforum Islam mit Staatssekretär Sebastian Kurz
  • Zusammenarbeit mit den katholischen und evangelischen Fakultäten
  • Die feierliche Eröffnung des muslimischen Friedhofs in Vorarlberg durch den Landeshauptmann
  • Gemeinsame Veranstaltungen besonders anlässlich des 100-jährigen Jubiläums mit den Landesregierungen in den Bundesländern
  • Grundsteinlegungen bzw. Eröffnungen von neun Kulturzentren
  • Registrierungen und solidarische Kundgebungen von Organisationen ganz unterschiedlichen Ursprungs: türkischer, arabischer, bosnischer, pakistanischer, bengalischer, albanischer, mazedonischer, persischer, solcher ohne Konfessionsunterschiede, sunnitischer wie schiitischer

Dies alles gibt uns Mut. 

Welche Veranstaltungen hat die IGGiÖ im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums in Österreich geplant?

Ich lade alle Muslime am 30. Juni 2012 zum Islamischen Zentrum im 21. Wiener Bezirk ein, um gemeinsam zu feiern. Der berühmte Sänger Mahir Zain wird ein Konzert geben, die Feierlichkeiten beginnen um 11 Uhr. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Herr Prof. Dr. Mehmet GÖRMEZ, Reisü-l Diyanet in der Türkei dabei sein.

Quelle:http://avusturya.zaman.com.tr/at/newsDetail_getNewsById.action?newsId=250074

Galerie

Zufallsbild

Video Galerie

Zufallsbild

Download

Zufallsbild