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26.June.2012

Österreichs Muslime feiern 100 Jahre Islamgesetz

 

Foto: Kathbild/Franz Josef Rupprecht

Österreichs Muslime feiern das 100-Jahr-Jubiläum der Verabschiedung des Islamgesetzes am 15. Juli 1912.

 

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), Fuat Sanac, informierte in einem „Kathpress“-Interview anlässlich des Jubiläums über einen bevorstehenden Festreigen mit drei markanten Bausteinen am kommenden Donnerstag, Freitag und Samstag.

Höhepunkt ist ein hochoffizieller Festakt am Freitag, 29. Juni, im Wiener Rathaus, bei dem Bundespräsident Heinz Fischer, Wiens Bürgermeister Michael Häupl und IGGiÖ-Präsident Sanac Reden halten werden. Als Gäste werden weitere Spitzenpolitiker wie Vizekanzler Michael Spindelegger und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz sowie der Leiter des türkischen Amtes für Religiöse Angelegenheiten („Diyanet“), Mehmet Görmez, erwartet. Auch hochrangige Religionsvertreter wie Mustafa Ceric, der Großmufti von Bosnien-Hercegovina, der Wiener Weihbischof Franz Scharl als Vertreter des im Ausland weilenden Kardinals Christoph Schönborn und der im christlich-islamischen Dialog vielfach engagierte Wiener Dechant Martin Rupprecht werden erwartet.

Wissenschaftliche Tagung im Juridicum Wien

Bereits am Donnerstag, 28. Juni, ist das 100-jährige Islamgesetz ab 16 Uhr Thema einer wissenschaftlichen Bearbeitung an der Universität Wien: Im Juridicum (Schottenbastei 10-16, Dachgeschoß) veranstaltet das Institut für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht gemeinsam mit dem Außenministerium eine Tagung zu „100 Jahre Islamgesetz“. Fachleute aus dem In- und Ausland, allen voran der „Gastgeber“ Richard Potz, beleuchten dabei den Entstehungskontext des Islamgesetzes, dessen Stellung im österreichischen Religionsrecht insgesamt und die Bemühungen um eine Novellierung.

Volksfest im Islamischen Zentrum

Ein Volksfest im Islamischen Zentrum in Wien-Floridsdorf beschließt den Wiener Festreigen am Samstag, 30. Juni, ab 15 Uhr. Der Fokus liege auf der Jugend, was auch der Stargast der Veranstaltung unterstreiche, der aus dem Libanon stammende und in Schweden aufgewachsene Singer/Songwriter Maher Zain. Seit seinem Debütalbum „Thank You Allah“ - einem internationalen Erfolg mit vielen religiösen Botschaften - gilt Zain als einer der neuen Stars der zeitgenössischen islamischen Musikszene. Die Veranstaltung ist kostenlos zugänglich, außer Musik kündigt die IGGiÖ auch Koranrezitation und Gästeansprachen an.

Salzburg: Tagung über Religionsfreiheit

Auch Salzburg ist Schauplatz einer Tagung im Kontext des Islamgesetz-Jubiläums: „Religionsfreiheit im Zeichen der Globalisierung und Multikulturalität“ nennt sich die Veranstaltung im Europasaal der Edmundsburg (Mönchsberg 2), die nach einem Vortrag des UN-Sonderberichterstatters für Religionsfreiheit, Prof. Heiner Bielefeldt („Die Religionsfreiheit - ein vielfach missverstandenes Menschenrecht“) um 9 Uhr vor allem hochrangig besetzte Podiumsgespräche bietet. Ab 9.30 Uhr spricht Bielefeldt unter anderem mit dem Manfred Nowak vom Wiener Boltzmann Institut für Menschenrechte und mit Michael Kuhn, dem Referenten der Österreichischen Bischofskonferenz für Europa und die ComECE in Brüssel, über Fragen der Religionsfreiheit. Ein weiteres Podium reflektiert Erfahrungen des interreligiösen und interkulturellen Dialogs, Teilnehmer sind unter anderem der katholische Publizist Heinz Nußbaumer, die Islambeauftragte der Diözese Feldkirch, Elisabeth Dörler, und Zekrija Sejdini vom IGGiÖ-Schulamt in Wien.

Kärnten feierte bereits interreligiöses Fest

Mit einem interreligiösen „Fest des Dialogs“ wurde in Kärnten bereits am 16. Juni das 100-jährige Bestehen des Islamgesetzes in Österreich gefeiert. Zum Fest im Klagenfurter Konzerthaus hatte die IGGiÖ geladen. Der Kärntner Bischof Alois Schwarz bekundete dabei Dankbarkeit für die „enge Zusammenarbeit“ und das „gute Miteinander“ im Land. IGGiÖ-Ehrenpräsident Anas Schakfeh betonte, Österreich könne sich rühmen, mit dem Islamgesetz „Pionier“ zu sein. „Wir honorieren diese Anerkennung mit Loyalität zur Gesellschaft“, so Schakfeh.

 

(KAP)

Quelle:http://religion.orf.at/projekt03/news/1206/ne120626_islamgesetz.html

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