Direkt zum Inhalt dieser Seite

Home | Newsletter | Kontakt | Impressum

 

04.December.2012

Dialogforum Islam – erste Ergebnisse

 

 

 

Wir wollen eine friedliche und harmonische Gesellschaft in Österreich haben", sagte der Präsident der IGGiÖ, Dr. Fuat Sanac, im Innenministerium bei der Vorstellung der ersten Ergebnisse des "Dialogforums Islam". Außerdem müsse das Islamgesetz novelliert und die Ausbildung der Imame und der Seelsorger neu geregelt werden, betonte Sanac.

 

 

 Nach einem Jahr des institutionalisierten Dialogs zwischen der Bundesregierung, zahlreichen Experten und der IGGiÖ gilt es ein erstes Resümee zu ziehen und wesentliche Ergebnisse zu präsentieren.

"Mehr als bisher soll es in Zukunft kein Widerspruch mehr sein, gleichzeitig selbstbewusster Österreicher und Muslim zu sein", sagte Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und verwies auf zwei Herausforderungen - einerseits die Ängste und Sorgen der Mehrheitsbevölkerung in Bezug auf den Islam abzubauen und andererseits die Bedürfnisse der Muslime in Österreich zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse des Dialogforums lassen sich auf einige Schwerpunktthemen zusammenfassen:
Ein islamisch-theologisches Studium an der Universität Wien, das Absolventinnen und Absolventen qualifizieren soll, als Imam, Seelsorger oder Islamwissenschaftler tätig zu sein, soll eingerichtet werden. Das Studium soll Kenntnisse vermitteln, die auch Bestandteil der Ausbildung in anerkannten islamischen Institutionen sind, damit die Ausbildung unter den österreichischen Muslimen auch in der islamischen Welt anerkannt wird. Die Erarbeitung des Curriculums  wird in vertraglicher Abstimmung zwischen der IGGiÖ und der Universität Wien erfolgen. Die vorhandenen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Imame sollen die nächsten Jahre unbedingt weitergeführt werden, da es weiterhin Bedarf an aus dem Ausland entsendeten Imamen in Österreich geben wird, die sich die Moscheevereine auch weiter als für ihre jeweiligen Bedürfnisse passend auswählen dürfen.

Das Islamgesetz von 1912 wird novelliert, um den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.

Es soll eine Ombudsstelle für radikalisierte Jugendliche und Betroffene von Islamfeindlichkeit geben, sowie einen Mediation-Leitfaden für BürgermeisterInnen zum Thema Moscheebau.

Die Expertenrunde des Dialogforums Islam bleibt bestehen und der Dialog wird fortgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie hier: Presseinformation

Galerie

Zufallsbild

Video Galerie

Zufallsbild

Download

Zufallsbild