Direkt zum Inhalt dieser Seite

Home | Newsletter | Kontakt | Impressum

 

21.May.2013

Erste Tagung muslimischer Gefangenen-Seelsorger

 

Ismail Ozan, Leiter des Salzburger Seelsorger-Teams, organisiert das erste österreichweite Treffen muslimischer Gefängnis-Seelsorger.

Die Zusammenarbeit klappt hervorragend: Der muslimische Seelsorger Yilmaz Ahmet, Kommandant Isidor Klammer, zuständig für den Sozialdienst, und Ismail Ozan, Leiter des Salzburger Seelsorger-Teams (v.l.n.r.) beim Tag der offenen Tür in der Salzburger Justizanstalt. Fotos: IGGiÖ
 
 

Schon seit rund 20 Jahren arbeiten in Österreich ehrenamtliche islamische Gefangenen-Seelsorger. Seit 2010 gibt es dafür endlich auch einen offiziellen Vertrag zwischen der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und dem Justizministerium. Ismail Ozan ist Leiter des Seelsorger-Teams, das muslimische Gefangene in der Salzburger Justizanstalt betreut.

„Wir sind aber nicht nur Seelsorger, sondern sehen uns auch als Brücke zwischen Haftanstalt und muslimischen Insassen, auch bei sprachlichen Problemen“, sagt der studierte Religionslehrer, der auch an mehreren Pflichtschulen im Bundesland Salzburg unterrichtet, in perfektem Deutsch.

Die Aufgabe von Ismail Ozan und seinen österreichweit etwa 30 Kollegen besteht darin, Missverständnisse und Probleme zu beseitigen, muslimischen Gefangenen den wahren Islam zu vermitteln („Wird sehr oft falsch interpretiert“) sowie mit ihnen rituelle Gebete zu verrichten. Ihre Arbeit komme bei den Gefangenen sehr gut an. Ihr Ziel sei es, etwas Positives zu bewirken und die Leute nach ihrer Entlassung auf einen ehrlichen Weg zu bringen, erzählt der Seelsorger. Gemeinsam mit der Leiterin der Seelsorge für muslimische Häftlinge in Österreich und stellvertretenden Obfrau der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich, Ursula Fatima Kowanda-Yassin, organisiert Ismail Ozan im Juni in Salzburg nun die erste österreichweite Tagung muslimischer Gefängnis-Seelsorger.

Seelsorge auch für muslimische Frauen


„Da es ohnehin die Verpflichtung zu regelmäßigen Treffen gibt, haben wir uns überlegt, unsere Arbeit in diesem Rahmen auch einmal einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagt Ursula Fatima Kowanda-Yassin.

Die Österreicherin, die zum Islam konvertiert ist und schon seit vielen Jahren muslimische Frauen in Haft betreut, ist die Schnittstelle zwischen den Justizanstalten und Seelsorgern. Mit der erstmals in dieser Form stattfindenden Veranstaltung möchten die beiden Organisatoren auch um mehr Anerkennung für ihre Arbeit kämpfen.

Zudem gäbe es wieder etliche Interessenten für die ehrenamtliche Tätigkeit, die man auf diesem Wege gleich über ihre zukünftigen Aufgaben informieren könne. „Uns geht es vor allem darum, zu zeigen, was wir eigentlich machen und was wir bisher schon alles geschafft haben“, so Ursula Fatima Kowanda-Yassin und Ismail Ozan. Zu der Tagung werden Ehrengäste aus verschiedenen Organisationen wie Caritas, Diakonie oder SOS Mitmensch erwartet.

I. Schwab

 

Quelle: http://www.salzburger-fenster.at/redaktion/aktuelle_berichte/erste_tagung_muslimischer_gefangenen_seelsorger_art3626/

Galerie

Zufallsbild

Video Galerie

Zufallsbild

Download

Zufallsbild