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11.July.2013

Das Massaker von Srebrenica darf nicht vergessen werden

 

Zum 18. Jahrestag des Massakers im bosnischen Srebrenica wurden heute die sterblichen Überreste von mehr als 400 Buben und Männern beigesetzt. Tausende Bürger, Politiker sowie ausländische Diplomaten haben den Opfern des Massakers in der ostbosnischen Stadt Srebrenica die letzte Ehre erwiesen. Die Toten waren im Laufe der vergangenen Monate identifiziert worden.


(AP Photo/Amel Emric)

 


Jeden Sommer rollt eine lange Lastwagenkolonne durch das kleine Land und transportiert, die mit grünem Stoff überzogenen Holzsärge, der neu identifizierten Opfer zum Friedhof von Potocari. Von den mehr als 8000 Ermordeten fanden bisher 5.657 auf dem Friedhof von Potocari ihre letzte Ruhe. Bis heute werden im Osten Bosniens immer wieder weitere Leichen in Massengräbern gefunden.

Die Vereinten Nationen hatten die Region um Srebrenica 1993 zur Schutzzone erklärt und UN-Soldaten dahin entsandt. Trotz des UN-Schutzes marschierten 1995 bosnisch-serbische Soldaten und Paramilitärs ein. Zwar flohen die bosnischen Bewohner von Srebrenica in die Obhut der UN-Soldaten, doch dem bosnisch-serbischen Militär gelang es trotz des UN-Schutzes die Flüchtlinge gefangen zu nehmen, sie abzutransportieren und in gezielt geplanten Massenexekutionen umzubringen. Bei dem Massaker kamen mehr als 8000 muslimische Jungen und Männer ums Leben. Das Massaker von Srebrenica gilt als das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg und wurde vom UNO-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag als Völkermord eingestuft.

Srebrenica hat in den Gedächtnissen und Herzen vieler offene Wunden hinterlassen, die so schnell nicht wieder heilen werden. Daher darf der jüngste Genozid im Herzen Europas nicht vergessen werden, um solchen Ereignissen in der Zukunft keine Chance zu geben. 

 

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