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08.August.2013

Grußwort des Präsidenten der IGGiÖ

 

 

Grußwort des Präsidenten der IGGiÖ

zum

Ende des Fastenmonats Ramadan 2013


Wien, am 07. August 2013


 

Liebe Schwestern und Brüder!

Nach dem heiligen Monat Ramadan gehen wir als Muslime nun mit gemischten Gefühlen in die Feiertage. Denn was wir persönlich als stärkend und beglückend erleben durften – unsere innere Balance beim Fasten zu finden, sieht im größeren globalen Zusammenhang leider ganz anders aus. Hier fehlt es an Balance und Frieden.

Wir leben in einer Zeit der Provokationen und
Fitna (Unruhen und Zwist): Die drohende gesellschaftliche Spaltung durch populistische Hetze auf der einen Seite und kriegerische Auseinandersetzungen auf der anderen Seite stellen eine große Belastung in vielen Teilen der muslimischen Welt dar.

Besonders in diesen herausfordernden Zeiten soll sich jede/r Muslim/e als eine Art Botschafter/in sehen und durch ein vorbildhaftes Verhalten im Alltag ein sichtbares Zeichen für den Friedensauftrag des Islam setzen. So können wir aggressive verbale Gehässigkeiten, die von außen pauschal den Islam und Muslime anzugreifen suchen, als billige Propaganda entlarven. Es steht uns auch darum gut an, Gelassenheit zu zeigen und uns aufs Wesentliche zu konzentrieren, weil wir im Wissen, dass unsere Religion unangetastet von solchen Bösartigkeiten bleibt, beruhigt sein dürfen. Auch nach innen können wir die Gemeinschaft so stärken.

Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass das Verhalten jedes einzelnen auf die Gemeinschaft zurückfällt: Die Achtung der Menschenwürde und der Schöpfung zählen zu den bedeutendsten Kriterien für ein Leben auf Allahs Weg.

Jeder einzelne Muslim/in ist durch seine/ihre Lebensweise gegenüber der Gesellschaft verantwortlich, wenn er/sie ein friedliches Zusammenleben sichern will. Wir sollen auf der ganzen Welt, in der die Religiösen, Nichtreligiösen und unterschiedliche Ethnien nah bei einander leben danach trachten, den Gedanken der Solidarität zu verwirklichen. Daher ist es unentbehrlich, nach gemeinsamen Werten und ethischen Normen zu suchen und dieses Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen.

Der Monat Ramadan hat uns daran erinnert, dass Ibadah (Gottesdienst) gleichzeitig auch Dienst an Menschlichkeit bedeutet. Denn der Monat Ramadan ist mit innerer Besinnung und äußerem Bemühen um ein besseres soziales Zusammenleben verbunden. Daher sollen alle Muslime sich aufs Beste für ein gedeihliches Miteinander einsetzen.

In diesem Sinne wünschen wir allen Muslimen, dass ihre Bemühungen die besten Früchte tragen mögen, persönliches Glück und Wohlergehen. Möge Allah (t.) Ihr Fasten und Ihre Gebete annehmen!

 

Dr. Fuat SANAC

Präsident der IGGiÖ

 

 

 

 

 

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