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09.September.2013

Hohe Auszeichnung für islamischen Friedhof Altach

 

Der 2012 eröffnete islamische Friedhof von Altach (Vorarlberg) ist einer der fünf Preisträger des Aga Khan Awards für islamische Architektur. Der mit einer Million Dollar dotierte Preis wurde Freitag in Lissabon vergeben.

 

 

Bereits im Mai wurde bekanntgegeben, dass sich der islamische Friedhof Altach - der erste seiner Art in Vorarlberg - auf der 20 Projekte umfassenden Shortlist des Aga Khan Award for Architecture befindet. Schließlich wurde bekanntgegeben, dass das österreichische Projekt zu den fünf Gewinner-Projekten gehört.

Neben dem islamischen Friedhof Altach wurden auch das Salam Zentrum für Herzchirurgie in Khartum (Sudan), die Revitalisierung des historischen Zentrums von Birzeit (Palästina), das Rabat-Sale Infrastructure Project (Marokko) und die Sanierung des Bazars von Täbris (Iran) ausgezeichnet. Wie das Preisgeld unter den Gewinnern aufgeteilt wird, liege im Ermessen der Jury, heißt es in den Presseinformationen zur Preisverleihung.

Schlicht im Ausdruck, poetisch in der Form“

„Das Projekt brachte eine multi-ethnische Gruppe von Akteuren unterschiedlichen Glaubens zusammen, um den Wunsch einer Zuwanderergemeinschaft nach der Schaffung eines Ortes zu realisieren, der mit seinem kulturell sensiblen Entwurf und seiner Ästhetik ihre spirituellen Ansprüche erfüllt und der gleichzeitig auch den Gepflogenheiten des angenommenen Landes entspricht“, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung des Projekts aus Österreich. „Schlicht im Ausdruck und poetisch in der Form bezieht er nicht nur die natürliche Landschaft auf intelligente Art und Weise mit ein, er macht auch jeglichen Gedanken an Erklärung überflüssig.“

Der Aga Khan Award for Architecture wurde 1977 vom Aga Khan - dem Oberhaupt einer schiitischen Strömung, die heute hauptsächlich in Indien lebt - ins Leben gerufen. Er wird alle drei Jahre vergeben und würdigt laut Selbstbeschreibung „alle Arten von Bauprojekten, die die bebaute Umgebung heutzutage prägen, angefangen von kleinen schlichten Projekten bis hin zu beträchtlichen Komplexen.“

Nicht nur architektonische Meisterleistungen

Der Auftrag des Awards unterscheide sich grundsätzlich von dem vieler anderer Architekturpreise, heißt es weiter: Ausgewählt würden Projekte – von innovativen Lehmhütten und Bambusschulen bis zu hochmodernen “grünen” Bauten –, die nicht nur für architektonische Meisterleitungen ständen, sondern die auch zur Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität beitrügen.

Der mit einer Million US-Dollar dotierte Preis, der zwischen den fünf Preisträgern aufgeteilt wird, geht nicht zwingend an einen Architekten. Der Award ermittelt auch Stadtverwaltungen, Bauunternehmen, Klienten, Handwerksmeister und Ingenieure, die eine bedeutende Rolle bei der Realisierung eines Projektes gespielt haben. Die Master Jury behält sich vor, das Preisgeld nach eigenem Ermessen aufzuteilen. Seit der Einführung des Awards vor 36 Jahren wurden 110 Projekte ausgezeichnet und fast 8000 Bauprojekte dokumentiert.

Der Aga Khan Award for Architecture ist Teil des in Genf ansässigen Aga Khan Trust for Culture (AKTC), der sich einer breitgefächerten Reihe von Aktivitäten widmet, die auf die Erhaltung und Förderung des materiellen und spirituellen Erbes der muslimischen Gesellschaft abzielen.

http://religion.orf.at/stories/2602064/

 

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