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01.April.2014

Verurteilung von Vandalismus in Wiener Kirchen

  „… Und hätte Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, wären Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen Allahs Name häufig gedacht wird, bestimmt zerstört worden…“ (Koran 22:40)

Der Islam bringt den Gotteshäusern anderer Religionen Wertschätzung entgegen. Im Koran wird die Verpflichtung zum Schutz dieser Stätten des Gebets und des Gottgedenkens deutlich angesprochen. Daher muss die Zerstörung von Objekten, die Christen heilig sind, auch von Muslimen verurteilt werden. Selbst wenn die Taten von einem geistig Verwirrten ausgegangen sind, soll hier deutlich Stellung genommen werden. Christen sind als „Leute des Buches“ Muslimen nahe und keinesfalls als „Ungläubige“ abzuqualifizieren. Auch wenn theologisch das Gottesverständnis verschieden ist, sehen sich Christen und Muslime als Monotheisten, die an Gott glauben.

Die besonnene Reaktion von Vertretern der katholischen Kirche ist zu begrüßen, mit der eindeutig zum Ausdruck gebracht wurde, dass das gute Verhältnis der Religionen in Österreich nicht durch diese Vorfälle getrübt werde. Der Religionsfriede ist nicht gefährdet. Als Islamische Glaubensgemeinschaft versichern wir unsere christlichen Freunde unserer Betroffenheit. Gleichzeitig sind auch wir zuversichtlich, dass die gute interreligiöse Zusammenarbeit das beste Mittel gegen geistig verwirrte Ausbrüche von Hass und Intoleranz ist.


Dr. Fuat Sanac
Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

 

Rückfragehinweis:
Carla Amina Baghajati
Medienreferentin der IGGiÖ
Mobil: 0699 123 81 075

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