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23.April.2014

Syrien braucht KEINE bewaffneten Kämpfer aus Europa

 

 

 

Aus aktuellem Anlass wiederholt die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich ihre bekannte Haltung zum Thema Syrien und den aus Europa dort einsickernden bewaffneten Kämpfern. Die IGGiÖ bekundet ihre vollste Solidarität mit dem syrischen Volk auf seinem Weg in Richtung Demokratie, Menschenrechten und Rechtstaatlichkeit. Angesichts der sich in Syrien abspielenden Tragödie tausender Tote und hunderttausender Vertriebener ist das Helfen ein menschliche Pflicht, der gerade Muslime in Europa mit ihren finanziellen Möglichkeiten nachkommen sollen. Hilfe kann sich als Unterstützung humanitärer Programme zur Linderung des Leids der unschuldigen Zivilbevölkerung darstellen oder auch auf der Ebene der Diskussion von Konfliktlösungsstrategien, also medial und im Herantreten an politische Entscheidungsträger.

Allerdings braucht Syrien in keiner Weise bewaffnete Kämpfer aus Europa oder überhaupt aus dem Ausland. Diese jungen und unerfahrenen Leute bedeuten nur eine zusätzliche Last für die Syrer. Vor allem aber landen viele von ihnen nachweislich bei extremistischen Gruppierungen, die im Norden Syriens nicht gegen das Assad Regime, sondern gegen die syrische Bevölkerung und gegen die diversen Oppositionsgruppen kämpfen, um ihnen ihre auf breite Ablehnung stoßende Vorstellungen und Lebensweise aufzuzwingen. Hier ist zum Beispiel ausdrücklich vor der Gruppe von Daesch – ISIS zu warnen, dem so genannten „Islamische Staat in Irak und Syrien“, die besonders aggressiv werbend auftreten.

Durch das Fehlen einer fundierten Kenntnis der islamischen Theologie und arabischen Sprache sind in ihrem privaten Leben häufig frustrierte und orientierungslose junge Menschen manipulierbar für die Propaganda gewisser extremistischer Sekten. Diese nutzen noch dazu die völlige Ahnungslosigkeit bezüglich gesellschaftlicher Ordnung, Traditionen und Sitten in Syrien aus und instrumentalisieren ihre Opfer schamlos für die eigenen Zwecke.

Daher empfehlen wir aufs dringlichste jegliche Art von Rekrutierungsversuchen energisch abzuwehren. Gleichzeitig betonen wir, dass diese Haltung von allen in der IGGiÖ registrierten Moscheevereinen und Imamen geteilt wird. Aufklärung und religiöse Bildung sind ein Schlüssel, um möglichst von vornherein gegen extremistische und gewaltverherrlichende Irrlehren immunisieren zu können. Innermuslimisch gibt es bereits eine scharfe Distanzierung von diesen Positionen einer winzigen, aber lauten Minderheit, die dadurch noch mehr isoliert werden soll.

Gleichzeitig bitten wir um Fairness und Menschlichkeit im Umgang mit möglichen Rückkehrern. Viele von ihnen erkennen schnell, dass sie schlichtweg irrgeleitet wurden. Es wäre ein Fehler diese jungen Leute automatisch als Terroristen zu behandeln. Hier betonen wir unser vollstes Vertrauen in die österreichischen Behörden, mit Augenmaß vorzugehen.

In diesem Sinne wünschen wir, dass Syrien bald das Ende der Diktatur und den Anfang des Weges der Freiheit erfährt, womit auch extremistische Gruppierungen keinen Nährboden mehr fänden. Hier ist die internationale Community und Europa gefordert das syrische Volk bestmöglich und schnell zu unterstützen.

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