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27.July.2014

Grußwort des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft zum Ende des Fastenmonats Ramadan 2014

Nach einem Monat des Fastens, verbunden mit innerer Besinnung und äußerem Bemühen um ein besseres soziales Miteinander, begehen wir nun die Feiertage nach Ramadan. Dazu wünsche ich all unseren Geschwistern, dass ihre Bemühungen die besten Früchte tragen mögen, persönliches Glück und Wohlergehen. Eingeschlossen seien in diese guten Wünsche auch Menschen anderer Religion oder Weltanschauung.

 

Der Monat Ramadan erinnert uns daran, dass Gottesdienst gleichzeitig auch Dienst am Menschen bedeutet und Muslime sich aufs Beste für ein gedeihliches Zusammenleben einsetzen sollen.

 

In einer Zeit der politischen Auseinandersetzungen vielen muslimischen Ländern, von drohender gesellschaftlicher Spaltung durch populistische Hetze und Angstmacherei ist es für uns Muslime umso wichtiger, innere Charakterstärke und ein Maß an Gelassenheit zu bewahren, wissend dass unser Islam unangetastet von solchen Bösartigkeiten bleibt.

 

Gleichzeitig soll sich jeder Muslim und jede Muslimin auch als eine Art Botschafter/in sehen, durch ein vorbildhaftes Verhalten im Alltag den wahren Islam zu repräsentieren.

 

Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass das Verhalten jedes einzelnen – im Guten wie im Schlechten – auf die Gemeinschaft zurückfällt. Dies sei ein Ansporn, das Wort aus dem Koran persönlich umzusetzen:

 

„Aber da Gut und Übel nicht gleich sein können, wehre du Übel mit etwas ab, das besser ist….“  (Koran 41:34)

 

Gemeinsames Agieren, Werte nicht gegeneinander auszuspielen, sondern gemeinsamen Werten gemäß handeln und solidarisch sein, soll immer unser Ziel sein.

 

Solidarität schließt auch ein, den Blick über Österreich hinaus zu weiten: Menschliche Betroffenheit angesichts des Leides, das die Zivilbevölkerung in vielen Teilen der islamischen Welt und anderswo schmerzlich erfährt, spüren wir alle.

 

Wir beten um Frieden und Gerechtigkeit! Wir sind Partner, wenn es um humanitäre Hilfe geht. Mit einem Wort: Wir sind auf der Seite vom Frieden.

 

Und wir appellieren an alle Verantwortungsträger, besonders aus der Politik, den Rahmen der Möglichkeiten deeskalierende Maßnahmen zu setzen und an Konfliktlösung zu arbeiten!

 

Der Monat Ramadan ist mit innerer Besinnung und äußerem Bemühen um ein besseres soziales Zusammenleben verbunden. Daher sollen alle Muslime sich aufs Beste für ein gedeihliches Miteinander einsetzen.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Muslimen ein friedvolles Ramadan Fest!

 

Dr. Fuat SANAC

 

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