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08.September.2014

Rundschreiben zu Schuljahresbeginn 2014

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Liebe Schwestern und Brüder!
As-salamu alaikum!

Das Schuljahr 2014/15 hat begonnen. Wir freuen uns auf den Schulanfang und wünschen allen ein erfolgreiches Schuljahr! 

In Zeiten, da Gewalt im Namen des Islams in verschiedenen Krisenregionen uns entsetzt und die Sorge vor Radikalisierung umgeht, ist unser Team von rund 600 Lehrkräften besonders herausgefordert.

Als islamische Religionslehrerin und Religionslehrer geben Sie nicht nur Wissen über unsere Religion weiter, sondern vermitteln Sie Werte, die jungen Menschen Orientierung geben. Durch einen handlungs- und kompetenzorientierten Unterrichtsstil erleben die Schülerinnen und Schüler den Islam so, dass sie daraus Lebensfreude und Selbstvertrauen gewinnen und sich gerne in der Gesellschaft einbringen. Islamischer Religionsunterricht wird so als wichtig für den sozialen Zusammenhalt in einer pluralistischen Gesellschaft erkannt. Die Verwendung der deutschen Sprache stärkt die Dialogfähigkeit und das Identitätsgefühl als in Österreich lebende Musliminnen und Muslime.

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Sie alle sind wichtige Multiplikator/innen! Mit großer Wertschätzung danken wir allen, die über das eigentliche Unterrichten hinaus an den Schulen als Ansprechpartner wirken – Ihr Unterricht trägt schon jetzt entscheidend dazu bei, dass junge Menschen gegen extremistisches und gewaltverherrlichendes Gedankengut immunisiert werden und darüber hinaus Argumente kennen, um dagegen aufzutreten, falls sie damit in ihrem Alltag konfrontiert werden. Bei dieser Gelegenheit möchten wir Sie auch über aktuelle Projekte informieren:

  1. Weiterentwicklung von Unterrichtsmaterial und Methoden im Themenbereich „Gegen Gewalt“
  2. Lehrerfortbildungen, die Zusatzqualifikationen im Bereich friedliche Konfliktlösung und Kommunikation ermöglichen
  3. Ernennung von qualifizierten Kolleginnen und Kollegen zu Kontaktpersonen, die bei Beobachtung von Auffälligkeiten direkt mit den Betroffenen ins Gespräch kommen, um sie vor „Gehirnwäsche“ zu bewahren.
  4. Bildung von Peergruppen von Jugendlichen auf freiwilliger, ehrenamtlicher Basis, die auch als Multiplikatoren wirken können.

Unsere Aufklärungsarbeit ist eine religiöse und keine politische. Wir erinnern noch einmal an das Rundschreiben vom 17.12.2013, mit dem wir mitteilten, dass es Ihnen als islamischen Religionslehrer/innen nicht erlaubt ist im Rahmen des Islamischen Religionsunterrichtes die eigenen politischen Überzeugungen in irgendeiner Form im Unterricht einfließen zu lassen.


Es versteht sich von selbst, dass wir als Islamische Glaubensgemeinschaft unsere gute Vernetzung nutzen, um möglichst gemeinsam mit anderen involvierten Stellen vorzugehen. Vor allem aber wollen wir unsere vorhandenen Kräfte bündeln und durch noch bessere Kommunikation untereinander noch effizienter arbeiten.

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Sie wirken über den Schulbereich hinaus auch in den Moscheevereinen und erreichen so die muslimische Basis. Gemeinsam können wir nach Innen und Außen vorleben, dass der Islam eine Religion ist, die auf Frieden ausgerichtet ist. Intoleranz, Engstirnigkeit und Gewalt können wir am besten bekämpfen, indem wir in unserem persönlichen Umfeld umgekehrt für Akzeptanz Andersgläubiger, Denkfreudigkeit und Kritikfähigkeit und Gewaltfreiheit eintreten.

Wie schätzen Ihre großartigen Leistungen, die Sie an rund 2.000 Schulen in Österreich täglich erbringen. Dafür bedanken wir uns bei Ihnen sehr herzlich und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit!

Mit islamischem Gruß "Selam"

Im Namen der IGGiÖ 
Dr. Fuat Sanac
Präsident der IGGiÖ und Leiter des Schulamtes
und das Team der Fachinspektorinnen und Fachinspektoren

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