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19.December.2014

Missbrauch der Religionen

 

Missbrauch der Religion von Politiker/innen genauso wie den Missbrauch der Politik durch Religionsführer hatte man in der Geschichte genug.

Im Namen Gottes wurde nicht nur im Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit gemordet, auch heute noch gibt es Missbrauch in verschiedener Art und Weise in religiösem Gewand. Im Übrigen neigen alle totalitären Systeme und Ideologien dazu, ihren Symbolen einen sakralen Charakter geben. Es gibt natürlich auch solche, die gleiche religiöse Symbole zu den ihren machen. Beides ist gleichermaßen Kategorisch und unmissverständlich abzulehnen und
von diesem Weg dürfe man sich auch nicht von extremistischen Wortmeldungen aus der Politik  oder gewaltbereiten Religionsfanatikern abbringen lassen.

Wir sind davon überzeugt, dass Gewalt, Radikalismus, Rassismus und Terrorismus für jede Religion ein Verbrechen und daher eine große Sünde ist.

Wie „Lernen“ eine mühevolle Aufgabe ist, so dürfte interreligiöses Lernen zu einer starken Herausforderung für alle Religionsgesellschaften werden.

Die Lebensformen können so verschieden und vielfältig sein, wie Menschen verschieden und vielfältig sind.

Wir alle sollen Brücken bauen, die zur Begegnung führt und den Austausch ermöglicht, mit einem Wort der gemeinsame Einsatz für ein friedliches Miteinander der Völker und Kulturen.

Indem das Zusammenleben auf dieser Welt immer enger wird, sollten wir auch lernen, uns mit unseren verschiedenen Glaubensüberzeugengen gegenseitig zu respektieren und wertzuschätzen.

Angesichts der großen Weltprobleme, wie Terrorismus, Radikalismus und Intoleranz, wird viel davon abhängen, wie die Religionen miteinander umgehen werden, welche Antworten sie gemeinsam finden und wie sie die Probleme unserer Welt lösen können.

Der besondere Wert des religiösen Humanismus liegt in seiner Verbindlichkeit, weil er in der Bindung des Menschen an das Unbedingte begründet ist. In diesem Sinne müssten alle Religionsgesellschaften mit einem tiefen Dialog zusammen arbeiten.

"Einen Dialog führen“ heißt, „lernen, mehr Partner als Gegner zu sein“. Es geht hier nicht darum, wie bei diplomatischen Verhandlungen Zugeständnisse zu machen, sondern gemeinsam zu versuchen, sich gegenseitig, soviel wie möglich, kennen lernen, um bestehenden Problemen gemeinsam eine Lösung zu finden.

Vergessen wir aber dabei nicht, „... keine Seele trägt die Last einer anderen.“, wie der Qur’an im Kapitel 17/15 sagt. Das Heißt: Ich kann Frieden stiften auf der ganzen Welt, indem ich dafür sorge, dass in mir selber Frieden ist. Und ihn weitergeben an unsere Kinder, an unsere Eltern, an die Menschen, mit denen wir arbeiten, an die, welche wir treffen.

Das ist eine Möglichkeit, Frieden auf dieser Welt zu stiften.



Dr. Fuat Sanac
Präsident der IGGiÖ

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