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23.December.2014

IGGiÖ verurteilt Demontage eines Wegkreuzes

 

Der Bericht über die Demontierung eines Kruzifixes durch einen muslimischen Anwohner in der Zeitung HEUTE vom 23.12. ruft Fassungslosigkeit auch unter Muslimen hervor. Der Präsident der IGGiÖ Dr. Sanac betont: „Diese Tat ist klar zu verurteilen. Ich bin auch persönlich erschüttert.“

Das Vorhandensein von Wegkreuzen, Kapellen, Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempeln ist unabhängig von der persönlichen Gläubigkeit der Menschen Ausdruck unseres österreichischen kulturellen Selbstverständnisses.

Unserem Islam entsprechend müssen wir als Muslime Respekt und Wertschätzung den baulichen Zeugnissen anderer Religionen entgegen bringen. Im Koran wird die Verpflichtung zum Schutz dieser Stätten des Gebets und des Gottgedenkens deutlich angesprochen (siehe 22:40).

Wenn ein Einzelner die sichtbaren Glaubenszeugnisse und Symbole einer anderen Religion zerstört, so droht dies auf die ganze Glaubensgemeinschaft zurückzufallen, die ohnehin mit Vorurteilen und Klischees konfrontiert ist. Diese verantwortungslose Tat darf aber das friedliche und respektvolle Zusammenleben von Christen und Muslimen in Österreich keinesfalls in Frage stellen.

Selbst, wenn diese Tat von einer einzigen Person ausgegangen ist, soll hier deutlich Stellung genommen werden. Als Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) versichern wir unseren christlichen Freunden unsere Betroffenheit. Gleichzeitig sind wir zuversichtlich, dass die gute interreligiöse Zusammenarbeit das beste Mittel gegen wirre Ausbrüche von Hass und Intoleranz ist.

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