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31.December.2014

Dokustelle nimmt Arbeit auf

 

In den letzten Wochen wurden etliche Fälle publik, in denen muslimische Frauen auf offener Straße drangsaliert und angegriffen wurden. Zuletzt beunruhigte eine offensichtlich islamfeindliche Provokation auf eine ATIB-Gebetsräumlichkeit im 21. Wiener Bezirk. An den Türklinken waren Teile von Schweinekadavern angebracht worden.

Solche Vorfälle zeigen die Dringlichkeit, gezielt derartige Vorkommnisse zu dokumentieren. Nicht nur Muslime fühlen sich hier betroffen. Es geht um das Klima des friedlichen und respektvollen Zusammenlebens, an dem allen gelegen sein muss.

Daher beginnt die Dokustelle ihre Arbeit genau zur richtigen Zeit. Sie bietet eine Anlaufmöglichkeit Erlebnisse zu melden, bei deren Hintergrund Ressentiments gegen Muslime bis hin zu offener Islamfeindlichkeit auftreten. Auf seriöse Weise soll so einerseits Bewusstsein für die Problematik geschaffen werden. Derzeit fehlen nämlich gesicherte Daten, auch weil Vorkommnisse bei der Polizei nicht unter diesem Gesichtspunkt abgelegt werden. Gleichzeitig soll Betroffenen Hilfestellung geboten werden. Von ähnlichen Projekten in anderen Ländern unterscheidet sich die Dokustelle darin, dass auch Fälle von Zivilcourage im Alltag vermerkt werden. Denn so soll sich das Stimmungsbild runden, das damit nicht nur Aggression und Diskriminierung aufzeigt, sondern auch die Bereitschaft dagegen persönlich einzutreten. Muslime wollen nicht als Opfer erscheinen.

Büschra Demir und Elif Öztürk sind in dieser ersten Phase die Hauptverantwortlichen für das Projekt. Eine Facebookseite wurde unter „Dokustelle“ von ihnen eingerichtet, weil sich die Kommunikation über die sozialen Netzwerke als besonders effizient gezeigt hat. Auch telefonisch und per e-mail sind sie zu erreichen. Eine Homepage geht demnächst online.

Schon jetzt zeigt sich an den Reaktionen aus der muslimischen Community, wie wichtig die Dokustelle ist. Die beiden unterstreichen: „Jeder Anruf und jede Meldung hilft mit, Bewusstheit zu schaffen, dass Islamfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf. Darum laden wir alle – Muslime und Menschen anderer Religion und Weltanschauung – ein, die Dokustelle zu nutzen!“

Hier die Kontaktdaten:
Tel 0676 40 40 00 5 (mo+mi 16-18, di+do 10-12, so 15-17 und per sms)

Dokustelle@derislam.at

www.dokustelle.derislam.at

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