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02.February.2015

PEGIDA – Ein Weckruf sich der eigenen Stärken zu besinnen

 

Hass und Ausgrenzung sind nie ein Rezept, um eine Gesellschaft in ihrem „Wir-Gefühl“ zu stärken. Das zeigt auch PEGIDA. Die aggressive und menschenfeindliche Rhetorik heizt diffuse Ängste in der Bevölkerung an, um sich dann in islamfeindlichen radikalen Parolen zu ergehen. Die Negativbotschaften sind dabei leicht zu durchschauen. Sie richten sich gegen zentrale Werte Europas wie sozialen Zusammenhalt, Pluralismus und Religionsfreiheit und führen damit ihr eigenes Programm ad absurdum.

PEGIDA beginnt sich in Deutschland bereits selbst zu zersetzen. In Österreich steht zu hoffen, dass sich kein ernst zu nehmendes Phänomen entwickeln wird. Die starken Antworten der Zivilgesellschaft auf jede Form der Hetze bieten viel bessere Konzepte, um den Redebedarf in der Gesellschaft aufzugreifen. Wir danken allen, die sich hier entschieden zu Wort gemeldet haben, insbesondere den vielen Stimmen aus den Religionsgemeinschaften, die anders als PEGIDA echte Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit geben. In Österreich können wir auf einem nachhaltigen Dialog aufbauen, der sich gerade jetzt bewährt, indem gemeinsame Projekte intensiviert werden.

Aufklärung bedeutet dabei auch gegen religiösen Analphabetismus anzugehen. Wissen über Religionen nimmt Ängsten den Nährboden. Dialog kann auf viele Gemeinsamkeiten setzen, die den Dialog der Worte längst in einen Dialog der Taten münden lassen. Populistische Sager, das Verbreiten von Halbwahrheiten und selektive Wahrnehmung nur der Verbrechen der Terroristen, die man zur Bedienung des eigenen Feindbilds als repräsentativ für den Islam sehen möchte, hat hier nichts verloren.

Hier ist auch die Politik gefordert. Die ständige Vermischung der Themen Integration und Deradikalisierung droht uns gerade um Jahre zurückzuwerfen. Muslime sind längst ein Teil Österreichs. Europa hat nicht nur christlich-jüdische, sondern auch muslimische Wurzeln. Es gibt viele Erfolge, auf denen sich aufbauen lässt – man betrachte etwa die steigende Zahl von Elternvertretern mit Migrationshintergrund, darunter viele Muslime. Längst geht es um Partizipation, Inklusion und sozialen Zusammenhalt. Integration dagegen wird mehr zu einem gemeinsamen Thema soziale Randgruppen und bildungsferne Schichten auch der Mehrheitsbevölkerung in Zeiten wirtschaftlicher und globaler Krisen in der Mitte der Gesellschaft zu halten.


Rückfragehinweis:

Carla Amina Baghajati
Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft
Telefon: 0699/123 81 075
E-mail: baghajati@aon.at oder baghajati@derislam.at

 

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