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11.July.2016

Gedenken an das Massaker von Srebrenica im Juli 1995

Als Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich gedenken wir der Toten des Massakers Mitte Juli 1995. Wir sind solidarisch mit den Hinterbliebenen. Die Ereignisse von Srebrenica sind bis heute auch eine Mahnung an die Staatengemeinschaft, dass es funktionierender Mechanismen bedarf, um unschuldige Zivilisten vor Kriegsverbrechen zu schützen.

8000 muslimische Burschen und Männer wurden damals durch serbische Soldaten grausam in der Schutzzone Srebrenica ermordet und in Massengräbern verscharrt. Die Weltöffentlichkeit hat dieses kaltblütig geplante Massaker als größtes Kriegsverbrechen in Europa seit dem 2. Weltkrieg bezeichnet und der Internationale Gerichtshof in Den Haag als Völkermord verurteilt.

Noch heute löst Betroffenheit aus, wie sich solche entsetzlichen Vorgänge wenige hundert Kilometer von Österreichs Grenze entfernt abspielen konnten und dies sogar unter den Augen von UNO-Soldaten, die dort eingesetzt waren. Inzwischen haben diverse Prozesse Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen und zu hohen Haftstrafen verurteilt. An die 7000 Opfer konnten nach forensischen Untersuchungen identifiziert werden und ihre letzte Ruhe in der großen Gedenkstätte Srebrenica-Potočari finden.

Den vielen Hinterbliebenen, die bis heute von den Ereignissen traumatisiert sind, mag dies in ihrem Leid helfen, das Geschehene zu verarbeiten. Selbsthilfegruppen wie die „Mütter von Srebrenica“ unterstützen sich gegenseitig und haben immer wieder erfolgreich dafür gesorgt, die Erinnerung an den Genozid international wach zu halten und Gerechtigkeit einzufordern.

Diese Arbeit ist noch immer notwendig, vor allem angesichts verschiedener Interessen das Verbrechen zu relativieren oder nicht als Völkermord zu klassifizieren. Für eine Aufarbeitung der Geschehnisse ist ein Eingeständnis des vollen Ausmaßes des Verbrechens unabdingbar. 

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