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21.July.2016

Dialog für ein respektvolles Zusammenleben

Treffen im Bundeskanzleramt am Donnerstag, 21. Juli 2016


Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich dankt Bundeskanzler Kern für seine Initiative, direkt mit Vertretern der muslimischen Community ins Gespräch zu kommen, um so gemeinsam jüngste Ereignisse zu besprechen, die Muslime auch  sehr kritisch in den Fokus der Aufmerksamkeit gebracht hatten.

In einem sehr offenen, ehrlichen und konstruktiven Gesprächsklima auf gleicher Augenhöhe betonten alle das gemeinsame Anliegen für ein respektvolles Zusammenleben einzutreten und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Eine gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit und die Stärkung der Demokratie in Österreich sowie menschlicher Grundregeln wurde unterstrichen. Einigkeit besteht auch im Bekenntnis zu einer Demonstrationskultur in Österreich, die im Rahmen des Rechtsstaates friedlich die jeweiligen Anliegen zum Ausdruck bringt. Bewusste Provokationen, die das gedeihliche Miteinander stören könnten sind dabei ebenso unerwünscht wie jede Art Randalierertum.

Die gemeinsame Analyse der Ereignisse rund um die „Türkendemos“ schloss auch die Beobachtung ein, wie wichtig die Aussprache ist, um Polarisierungstendenzen in der Gesellschaft vorzubeugen. Gegenseitiges Verständnis kann nur in einem Dialog aufgebaut werden, in der die Bereitschaft besteht, den Standpunkt anderer wahrzunehmen und gleichzeitig selbstkritisch zu sein. Auch nach innen sucht die Islamische Glaubensgemeinschaft Bewusstheit dafür zu schaffen, dass jeder/jede Einzelne durch sein/ihr Verhalten dazu beitragen kann, dass Eigenwahrnehmung und Außensicht nicht auseinanderklaffen.

Tendenzen steigender Islamfeindlichkeit wurden angesprochen und gleichzeitig betont, wie wichtig es sei, dass Muslime sich nicht in eine Art „Opferrolle“ begäben. Hetze und Hass dürften keinen Platz in der Gesellschaft haben, egal aus welcher Richtung diese kämen.

Der designierte Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft betonte die Bereitschaft zu noch stärkerer Zusammenarbeit, vor allem auch im Bereich der Deradikalisierung und verwies auf diverse vorhandene Aktivitäten sowohl von Seiten der Moscheen als im Bildungsbereich. Konkret wurde auch die Gefängnisseelsorge angesprochen, deren erfolgreiche Arbeit von der Ehrenamtlichkeit hin zu einer stabilen Grundlage mit Anstellungen geführt werden sollte.

Als sehr motivierendes Signal sehen alle muslimischen Vertreter die Ankündigung des Herrn Bundeskanzlers periodische Zusammenkünfte einrichten zu wollen. Denn allseits ist der starke Wunsch vorhanden, sich positiv in der Gesellschaft einzubringen.

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