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19.October.2016

Stellungnahme zur Studie “Jugendliche in der offenen Jugendarbeit“

Die von der Stadt Wien in Auftrag gegebene Jugendstudie erzielte besorgniserregende Erkenntnisse über muslimische Jugendliche einer bestimmten sozialen Kleingruppe. Auch wenn der Fokus hierbei auf radikale Entwicklungstendenzen  innerhalb der „offenen“ Jugendarbeit in Wien gestellt war, ist eine Generalisierung der Thematik auf alle Muslime leider die Nachwirkung medialer Aufarbeitung.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich beobachtet die verallgemeinernde Entwicklung mit Sorge und sieht den daraus enstehenden Diskurs als sehr dekonstruktiv. Das Weltbild einer markanten sozio-kulturellen Gruppe darf nicht als repräsentatives Charakteristikum aller jungen Muslime verstanden werden. Die Autoren der Studie weisen zwar die induktive Darstellung der Ergebnisse als nicht legitim ein, jedoch ist durch die Publikation das öffentliche Klima sehr angespannt, welches leider eine allgemein klare Differenzierung somit nicht ermöglichen lässt.

Die Muslime in Österreich leisten vorallem auf Verbandsebene seit Jahrzehnten präventive Jugendarbeit.  Mögliche Entstehungursachen unterschiedlicher Radikalismen wurden stets analysiert und enstprechend wahrgenommen. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass bei den innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft strukturierten muslimischen Verbände und des Jugendrates der IGGÖ keine rassistischen, antidemokratischen und antisemitischen Ideologien aufzufinden sind. Interessant wäre daher auch die Einbeziehung von Vergleichsgruppen, die das subkulturelle Millieu und die partizipierte Masse der jungen Muslime differenzierter darstellen. Eine breiter angelegte Studie wäre hierzu von Notwendigkeit um klare Einsicht in die Lebenswelt aller jungen Muslime zu ermöglichen.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft und ihre offizielle Jugendorganisation (JIGGÖ-Jugendrat der Islamischen Glaubensgemeinschaft) erhoffen sich hinisichtlich der Erarbeitung von Gegenmaßnahmen zu den Ergebnissen der Studie eine Kooperation mit der Zuständigkeit. Der Erfahrungsaustausch ist heute relevanter denn je, da die Religiösität in der Identitätsfindung der Jugendlichen ein besonderes Merkmal darstellt. Wir weisen auch daraufhin, dass eine Pauschalisierung kontraproduktive Tendenzen für das friedvolle Zusammenleben in Österreich bringen kann.

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