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28.May.2017

Ramadanbotschaft 2017 des Präsidenten

 بِسْــــــــــــــــــــــمِ اﷲِارَّحْمَنِ ارَّحِيم

اَلْحَمْدُ ِللهِ رَبِّ العَالَمِينَ وَ الصَّلاَةُ وَ السَّلاَمُ عَلَى رَسُولِنَا مُحَمَّدٍ وَ ﺁلِهِ وَ صَحْبِهِ اَجْمَعِينْ



Sehr geehrte Musliminnen und Muslime,
Liebe Mitglieder der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich,



Verehrte Gläubige im Islam,
Assalamu alaykum wa rahmatullahi wa barakatuh!


Lob und Dank sei dem erhabenen Allah, der den Monat Ramadan, der als Sultan der ‎übrigen elf Monate gilt, uns Muslimen wieder gewährt hat. Wenn Allah es uns ermöglicht, ‎werden wir in diesem segensreichen Monat insallah wieder Fasten und Tarawih-Gebete verrichten. Schon jetzt gratuliere ich ihnen zu ihrem ‎Monat Ramadan und wünsche von Allah, dass all ‎unsere Gottesdienste angenommen werden mögen ‎und wir vom Monat Ramadan maximal ‎profitieren können.‎

Werte Musliminnen und Muslime!‎

In unserem edlen Buch Koran berichtet uns der Schöpfer, dass das Fasten ‎den früheren Gemeinschaften auch verpflichtend vorgeschrieben wurde. (Koran, al-Baqara, 2/18‎‎3) Als ein vorgeschriebener Gottesdienst in den monotheistischen ‎Religionen ‎ist das Fasten für jeden Muslim ‎eine religiöse Verpflichtung, der die geistige und körperliche Reife ‎erlangt hat und nicht durch einen ‎legitimen Hinderungsgrund wie Krankheit oder Reise verhindert ist. Ohne einen legitimen ‎Hinderungsgrund sein Fasten nicht einzuhalten, bedeutet für einen Muslim, die Aufgabe des Gottesdienstes gegenüber Allah nicht zu erfüllen.

Was die Kinder betrifft, sind sie zwar aus islamisch- theologischer Sicht vom Fasten ausgenommen und müssen daher nicht unbedingt fasten. Allerdings darf erinnert werden, dass niemand das Recht dazu hat, fastende muslimische Kinder ohne einen legitimen Grund zum Abbrechen des Fastens zu zwingen oder zu verbieten nicht zu fasten, wie letztes Schuljahr in einigen öffentlichen Schulen der Fall war. Auf der anderen Seite liegt es in der erzieherischen Verantwortlichkeit der Erziehungsberechtigten, ihre Kinder schon vor deren religiöser Verantwortlichkeit(taklīf), bereits an das Fasten heranzuführen. Ein freier Wunsch des Kindes, vor der geistigen und körperlichen Reife religiöser Praxis nachzugehen, ist positiv zu begleiten und darf nicht unterdrückt werden.

Verehrte Gläubige!

Wir Musliminnen und Muslime fasten nur deswegen, weil der erhabene Allah uns es vorgeschrieben hat. Wie jeder anderer Gottesdienst, hat auch der segensreiche Monat Ramadan und das Fasten natürlich viele Weisheiten und birgt viele Geheimnisse in sich:

Der Ramadan ist nicht nur ein Monat ‎des ‎Gottesdienstes, sondern auch ein Monat der‎ Erziehung und des Selbstdisziplin. Mit unserem Fasten lernen wir die ‎Geduld und den Dank; mit unseren sozialen Pflichtabgaben (Zakat) und Spenden (Sadaqa) lernen wir das ‎Teilen und Mitleid zu armen Menschen. Der Ramadan ist der Monat des Korans, in dem der Koran auch herab gesandt wurde. Die Muslime lauschen im Ramadan den Vorträgen eines Hafis mit Hingabe, andere lesen still, jeder für sich. Der Ramadan ist ein Monat, in dem man vorübergehend die irdischen Bedürfnisse hinter sich lässt und den Status eines Engels einnimmt. Das Fasten fördert unsere Gesundheit. Mit unserem Fasten stellen wir unseren Körperorganen einen jährlichen Arbeitsurlaub zur Verfügung, die sich erholen können.

Liebe Geschwister!

Vergessen Sie nicht, dass Allah keinem Mensch eine Last auf die Schultern legt, die nicht ertragbar ist. Dieses göttliche Prinzip umfasst insbesondere auch alle Gottesdienste, die uns von Allah verpflichtet wurde. Auch das Fasten fällt unter dieses Prinzip hinein. Daher sollte man wegen nicht legitimen Hindernisgründen das Fasten nicht vernachlässigen.

Liebe, Barmherzigkeit, Solidarität, Mitgefühl und Frieden gegenüber der ganzen Menschheit sollte besonders im Monat Ramadan ihren Gipfel erreichen. Dankbarkeit, gegenseitige Hilfeleistung, Versöhnung, Geschwisterlichkeit, Freundschaft und Nachbarschaft -ohne ‎nach Religion, Sprache, Tradition und Rechtschule ‎zu unterscheiden ‎–‎ sind ohnehin die elementaren Grundzüge und Lehren des Fastenmonats Ramadan, auf die wir uns auch heuer wieder besinnen sollten.

Im Namen der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) wünsche ich allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten Ramadan und hoffe, dass die positive Ausstrahlung dieses Monats möglichst viele Menschen erreichen wird und
dass wir an den Tischen, wo wir unser Fasten brechen ‎werden, uns an unsere Geschwister, Flüchtlinge, die ‎auf der ganzen Welt durch Hunger und Nahrungsknappheit geprüft werden, erinnern und ‎ihnen unsere helfende Hand eilends ausstrecken.

Möge Allah unsere Gebete, Fasten, Spenden und sonstlichen Gottesdiensten annehmen und reichlich belohnen!

Möge Allah uns Sein Wohlgefallen und Seine Zufriedenheit gewinnen lassen
!

Ramadan Mubarak! Ramazan-ı Şerifiniz mübarek olsun!



Dipl. Theol. Ibrahim Olgun
Präsident der IGGÖ

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