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25.October.2017

Besuch der Tiroler Moscheen durch Präsident Olgun

 

Im Rahmen des Besuchsprogramms des Präsidenten der IGGÖ, Herrn Ibrahim Olgun, wurden er und sein Team in zehn verschiedenen Moscheen im Bundesland Tirol herzlichst empfangen. Den Auftakt hierzu begann das Team mit dem Vortrag des Herrn Präsidenten Olgun auf Einladung des Management Center Innsbuck – Alumni and Friends im MCI am Donnerstag, dem 19.10.2017, zum Thema „Islam zwischen Politik und Religion“. Besonders hervorgehoben wurde die häufige Fehlinterpretation des Einflusses des Islams auf die Politik und eine nötige Versachlichung der Debatte. Zusätzlich hob Herr Olgun hervor, in welchem historisch-theologischen Kontext der Islam mit dem Handeln in der Politik zusammenhängt. Der folgende Ausschnitt aus seinem Vortrag fasst dies gut zusammen: „Demzufolge hat der Koran die Deutungshoheit in politischen und rechtlichen Fragen den Menschen selbst überlassen und von ihnen gefordert, dass sie durch die Anhäufung von Wissen und Erfahrungen gesellschaftspolitische Fragen selbst in die Hand nehmen“.

Der zweite Teil seines Tirol-Programms bot Herrn Präsident Olgun die Gelegenheit, große Teile der muslimischen Gemeinden in Innsbruck, Fulpmes, Hall in Tirol, Schwaz, Fügen, Wörgl und Kufstein kennenzulernen, sich auszutauschen und drängende Fragen einzelner Gemeindemitglieder zu besprechen. Diese rangierten vom Fehlen eines Friedhofs für MuslimInnen und von Gebetsräumen in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden, wie z.B. dem Innsbrucker Flughafen, über mehr Informationsmaterialien über die Glaubensgemeinschaft, bis hin zu Anfragen für Schulungen und Seminare für die Vereinsobmänner und Vereinsobfrauen zu diversen Themen. Gleichzeitig Informierte der Präsident die verschiedenen Gemeindemitglieder über Themen der Agenda der Glaubensgemeinschaft, wie z.B. der Etablierung einer Deradikalisierungsstelle oder die Professionalisierung auf dem Feld der Halal-Zertifizierung von Unternehmen und Produkten. Des Weiteren inspizierten er und sein Team die besuchten Moscheen, bei der sie auf einige Vorzeigeprojekte stießen, wie der ATIB Moschee in Kufstein, dessen Vorstand ein völlig neues und integratives Gemeindeprojekt in die Realität umgesetzt und so sowohl eine gute Platform für dessen Gemeindemitglieder, als auch dessen Nachbarn und den Kufsteinern insgesamt geworden ist. Das Gebäude des Vereins vereint unter anderem einen Gebetsraum für Männer und eins für Frauen, ein Café, einen Indoor-Kinderspielplatz und eine Leseecke, die allesamt ein vielseitiges kulturelles, religiöses und soziales Erlebnis unter einem Dach ermöglichen.

Abschließend hielten die Vereinsvorstände, unter dem Vorsitz des Präsidenten Olgun, eine Versammlung mit dem Ziel der Absprache und Beratung über anstehende Herausforderungen der in Tirol ansässigen muslimischen Gemeinden ab. Hierbei wurden u.a. oben genannte Themen, wie z.B. das Fehlen regionaler Friedhöfe für Musliminnen und Muslime, angesprochen.

Zusammenfassend ist das Tiroler Besuchsprogramm äußerst positiv vonseiten des Präsidialbüros und den Musliminnen und Muslimen Tirols bewertet worden. Deshalb sind, wie bisher, weitere Programme dieser Art für die kommenden Monate in Planung.

  
  
  
  
  
  

 

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