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08.June.2017

Interreligiöse Begegnung beim traditionellen Iftar-Essen der IGGÖ am 07. Juni 2017

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) lud am 07. Juni 2017 zum interreligiösen Iftar-Essen ein. Alle anerkannten Religionsgemeinschaften nahmen die Einladung zu diesem Abend an. Auch Staatsvertreter, Botschafter und Botschaftsvertreter und politische Funktionäre ehrten den Abend. Als Ehrengäste krönten Bundeskanzler Christian Kern mit Muna Duzdar, Staatssekretärin für Diversität, das gemeinsame Mahl.

Das Programm startete mit einer Koranrezitation von Hafiz Senad Podojak. Bei seiner Begrüßungs- und Eröffnungsrede nahm der Präsident der IGGÖ Stellung zu den terroristischen Anschlägen und untermauerte noch einmal die Wichtigkeit eines gemeinsamen Vorgehens gegen jeglichen Terror und Extremismus. Mit „Terror hat keine Religion“ setzte Präsident Olgun ein entscheidendes Zeichen gegen Extremismus, Gewalt und Missbrauch. Um den Islam davor zu schützen, wird die IGGÖ am 14. Juni sich vor dem Islamischen Zentrum Floridsdorf vorfinden, um gemeinsam mit allen seinen 300 Imamen eine Deklaration zu unterzeichnen, so Olgun. Die Initiative setzten die Imame in Österreich selbst. Geplant sei auch noch eine Menschenkette vom Islamischen Zentrum über die nächste katholische Pfarre bis zur Donaubrücke. Der Präsident lud bei dieser Gelegenheit alle Religionsgemeinschaften und kirchliche Vertreter ein, bei dieser Friedensaktion mitzumachen.

Nach diesem hoffnungsgebenden Plädoyer des Präsidenten der IGGÖ übergaben die Moderatoren des Abends Frau Amina Baghajati und Herr Ramazan Demir Herrn Peter Schipka, dem Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, das Wort. Schipka´s Rede war von der Spiritualität und dem Sinn des Fastens im Islam und im Christentum begleitet, dem Willen von der Befreiung jeglichen Zwanges und der sinnhaften Veränderung des Menschen während der Fastenzeit.

Die Begleitung mit islamischer Sufi-Musik war Nahrung für die Seele der Gäste. Diese Stimmung klang durch die orientalischen Instrumente des Sufi-Chores vom Yunus-Emre-Institut. Yunus Emre war ein Dichter und Mystiker der im 13. Jahrhundert in der Türkei lebte. Es war seine asketische Lebensweise, der ihn so rühmte und viele begeisterte. An diesem Abend des gemeinsamen Mahls rief die besinnende musikalische Einlage des Sufi-Chors genau diesen Asketismus des Yunus Emre in Erinnerung.

Bundeskanzler Christian Kern sprach zu den Gästen und hielt seine Rede. Kern griff die Worte des IGGÖ-Präsidenten, dass „die menschliche Würde unteilbar ist“ auf und plädierte für ein gemeinsames Denken, um diesem getrübten Gesellschaftsklima zwischen der Mehrheitsgesellschaft und Muslimen entgegenzutreten. Kern versicherte, Muslime gehören zu Österreich, es sollte an einer gemeinsamen Zukunft mit Muslimen gearbeitet werden, wobei alle Seiten und jeder dem nachkommen müsse, sowohl die aufnehmende Gesellschaft, als auch die Zugewanderten.

In dieser wohlgestimmten Einigkeit war auch die Zeit zum Fastenbruch gekommen. Mit Hafiz Senad´s rührendem Azan-Ausruf ging um Punkt 20:57 in Wien die Sonne unter, aber die heitere Stimmung im Saal blieb.


  
  
  
  
  
  

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