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25.October.2017

Delegation aus Indonesien besucht IGGÖ

 

Eine dreiköpfige Delegation vom Ministerium für religiöse Angelegenheiten aus Indonesien besuchte am Dienstag, den 24. Oktober 2017, die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich. Zu diesem willkommenen Anlass war die Ministerrätin, Frau Dewi Kejowa, von der indonesischen Botschaft genauso eingeladen.

Nach einer freundlichen Begrüßungsrunde nahm IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun das Wort und stellte die Glaubensgemeinschaft vor. Die Delegationsrunde wurde nach Europa entsandt, um die Situation der muslimischen Minderheiten aus erster Instanz kennenzulernen, um diese mittels einer vergleichend angelegten Studie zu erkunden. Ein Zielland mit der speziellen Situation der rechtlichen Anerkennung der islamischen Religion bereits in der österreichischen Monarchie im Jahre 1912, der Etablierung eines Islamgesetzes und der Novellierung dieser im Jahre 2015, war für die Reisenden Österreich. Dieser Sonderaspekt in Europa schien für die Gäste aus Indonesien besonders wichtig zu sein. Der Forschungsleiter, Herr Dr. Muhammad Adlin Sila, stellte konkrete Fragen zum Islamgesetz und deren Auswirkungen auf die muslimische Community. Da in Indonesien fast 360 unterschiedliche Volksgruppen beheimatet sind und mehrere Religionsgemeinschaften nebeneinander leben, suchten die Delegationsmitglieder nach europäischen Antworten auf die Frage wie der Umgang mit religiösen Minderheiten im eigenen Land regulatorisch verbessert werden kann. Dabei wurde der rechtliche Schutz der religiösen Minderheiten in Österreich und die verfassungsrechtliche Verankerung der Religionsfreiheit diskutiert. Genauso wurde auch angesprochen, dass in Österreich das öffentliche Interesse an der muslimischen Lebensweise gestiegen ist und dieser zunehmend in Frage gestellt wird, was die Lebensqualität der Muslime in Österreich erheblich einschränkt. Mit Bedauern wurde ein Anstieg von Vorurteilen und Ressentiments in der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Angehörigen des islamischen Glaubens von allen Anwesenden registriert.

Der türkische Tee und die Sachertorte waren während des regen Austausches ein Ausdruck von kulturell gelebter Realität, die den Rahmen des ernsten Gespräches versüßten.

  

  

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